Anbieter éditions foulland
Art.Nr. foulland 004
Künstler: Moser, Gerhard | Staudacher, Teresa
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Preis 22,00€ *
Steuer 2,00€

Jedes Exemplar wird vom Autor signiert.
Inkl. DVD mit einer audio-visuellen Lesung des gesamten Buchs.

Nicht entgrenzt, sondern

Nicht ausufernd, sondern

Nicht grenzenlos, sondern reduziert, sondern

Zurückgezogen. Taub. Losgelöst. Fort. Vergangen. Tot.

Ich wünsche mir nichts.

Was schreibt man, wenn alles gesagt scheint

Vom Sterben – das sind sich wiederholende und gleichzeitig variierte Szenen einer entgleitenden Vergangenheit, das ist die Erinnerung einer Person an eine andere und der Versuch diese festzuhalten, aber auch Reflexion über Erzählen, Erinnern und Vergessen, das sind sie und er, das ist Körper, Atmen, Schmecken, Nacktheit, Berühren, Nähe, Verletzung, Angst und Tod, das ist Gegenentwurf zu Europa, das Kreisen um das Unsagbare und Entbergen der Unmöglichkeit einer authentischen Repräsentation.   [aus dem Vorwort von Teresa Staudacher]

 

Sie spricht zu mir, in diesem Augenblick.

Sie ist bei mir, zu jeder Stunde.

Sie fehlt? Nein: sie fehlte.

Sie fehlt nicht.

Exposé

Vom Sterben ist eine Reflexion in Wort und Bild über die Erinnerung an eine und die Trennung von einer geliebten Person.

Der Erzähler versucht die Frau, die er verloren hat, ihre Worte, ihren Geschmack, ihre Präsenz zu bewahren, mehr noch: wieder zu erwecken und wiederzuerlangen, indem er von ihr schreibt. Er zeichnet auf: Blicke, Gesten, Begegnungen, die gemeinsame Sprache, das Ausufern aufeinander, den Widerstand gegenüber den als Zwang empfundenen gesellschaftlichen Verhältnissen, Erinnertes ebenso wie Fiktionales, er korrigiert und variiert, verfremdet und verwirft, schreibt neu und so fort.

Das Vorhaben wird scheitern und er wird am Ende erkennen, dass jedes Schreiben über sie ausschließlich eines über ihn selbst ist. Der Erzähler, auf sich selbst zurückgeworfen, ist es, der sich verliert, da der Andere, in dessen Bild er sich finden könnte, fehlt.

Vom Sterben versucht verschiedene philosophische Ansätze und Methoden in literarische Praxis und metaliterarische Überlegungen umzusetzen. So etwa die Dialektik, derer sich Theodor W. Adorno bediente: das Verlorene - sie - findet sich in der Schwebe zwischen einer Vielzahl an Text- und Bildebenen, die einander vorwegnehmen, widersprechen oder verstärken; in Aussagen, die nicht literarisch festgeschrieben werden können, die sich vielmehr erst während des (Quer- und Wieder-)lesens entfalten, die sich jedoch jeder Versprachlichung entziehen und dem Leser somit augenblicklich entgleiten.

Allgemein
ISBN 978-3-200-00607-2
Seiten 76
Abmessungen 22,6 x 15,4 x 1,2 cm
Umschlag/Bindung Hardcover
Abbildungen 67 meist farbige Abbildungen
Sonstiges Inkl. DVD mit einer audio-visuellen Lesung des gesamten Buchs.

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